Rückblick: China und Umwelt/Umwelt und China 中国与环境及环境与中国的关系

Am vergangenen Mittwoch (05.06.2013) fand das erste Symposium im Rahmen des FORUM "China und Umwelt/Umwelt und China" im Chinazentrum in Kiel statt. Das Symposium wurde in Kooperation mit dem Gustav-Radbruch-Netzwerk für Philosophie und Ethik der Umwelt organisiert und veranstaltet.

Bild2Das Symposium war nicht nur durch die theoretischen Erfahrungen der Redner sehr informativ, sondern vor allem auch durch die langjährigen praktischen Erfahrungen der Dozenten in China. Der Vortrag von Herrn Professor Johannes Küchler (TU Berlin) thematisierte das Hukou-System (chinesisch:户口). Das Hukou System ist die offizielle Wohnsitzkontrolle der Volksrepublik China. Es wurde in der Mao-Ära eingeführt und sorgte seitdem für eine starke Restriktion in der Mobilität der chinesischen Bevölkerung. Herr Dr. Niels Thevs (Universität Greifswald) fokussierte die Wasserversorgungsproblematik im Tarimbecken, welches sich im äußersten Westen Chinas befindet und eine Größe von 530.000 km² besitzt.

Es ist wirtschaftlich gesehen, durch die Öl- und Gasvorkommen sowie der steigenden Baumwollproduktion von großer Bedeutung. In seinem Vortrag „Wasser- und Landnutzung im Tarimbecken“ stellte der Redner die gegenwärtige Bedeutung der größten Beckenlandschaft in Zentralasien dar.Bild3

Der abschließenden Vortrag von Dr. des. Herrn Jorit Neubert vermittelte eindrückliche Einblicke in die Wahrnehmung von Umwelt und Natur der heutigen chinesischen Bevölkerung. Der Vortrag basierte auf dem reichhaltigen Material (Interviewausschnitte), die der Sinologe in den letzten Jahren im Rahmen seines Feldforschungsprojekts vor Ort durchführen konnte. In dem Vortrag kam sehr schön zum Ausdruck, welche Assoziationen die Befragten mit dem Stadt- und Landleben verbinden. Gerade im heutigen China ist mit dem Wohnort auch eine bestimmte Lebensform verbunden.

Das Symposium war sehr gut besucht. Teilnehmer aus allen Fakultäten der Universität sowie auch aus dem städtischen Umwelt stellten zahlreiche Fragen. Die Veranstaltung endete mit einer angeregten Diskussion.

 

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